In und rund um Schen­na war Wass­er stets eine Rar­ität. Während sich Urlauber in der Gemeinde bei Mer­an über gut 200 In- und Out­door-Swim­ming­pools und 2.200 Son­nen­stun­den pro Jahr freuen dür­fen, stellt das trock­ene Südtirol­er Kli­ma die lokalen Bauern alljährlich vor eine Her­aus­forderung. Doch die Grat­wan­derung im Sinn der Nach­haltigkeit gelingt: Während die Land­wirte mit­tler­weile ein möglichst sparsames Bewässerungssys­tem für ihre Apfel­gärten entwick­elt haben, wer­den Schen­nas „fünf Kilo­me­ter Küste“ mith­il­fe von alter­na­tiv­en Energien beheizt und gere­inigt. Wass­er-Botschafter wie Wan­der­führerin Roswitha Schwien­bach­er Kröll sen­si­bil­isieren Gäste zudem bei Ent­deck­ungs­touren ent­lang jahrhun­derteal­ter Waal­wege für die flüs­sige Kost­barkeit. www.schenna.com

Fünf Kilometer “Küste”

Die coolen Pools in Schen­nas rund 230 Hotels, Pen­sio­nen, „Urlaub auf dem Bauernhof“-Betrieben sowie Ferien­woh­nun­gen und ‑häusern sum­mieren sich auf fünf Kilo­me­ter Küste. Dabei scheinen die Infin­i­ty-Beck­en und klas­sis­chen Bassins der Südtirol­er Gemeinde regel­recht über dem Talkessel zu schweben. So bietet etwa das riesige Freibad Lido Schen­na unver­baute Aus­sicht auf die Kurstadt Mer­an und die umliegen­den Gipfel. Dank sein­er son­ni­gen Lage begin­nt dort und an Schen­nas unzäh­li­gen Hotelpools die Bade­sai­son bere­its im Mai und reicht bis in den Spätherb­st. Das gute Wet­ter bee­in­flusst oben­drein die Wasserqual­ität pos­i­tiv. Denn der hohe UV-Anteil desin­fiziert der­art, dass das Lido fast ohne Chlor auskommt. Chemiefreie Schwimmte­iche wiederum reini­gen sich mith­il­fe von Wasserpflanzen selb­st, ander­swo hat der hohe Salzge­halt densel­ben Effekt. Etliche Pools wer­den zudem von betrieb­seige­nen Hackschnitzel- oder Pho­to­voltaikan­la­gen beheizt.

3939 Schenna Infinity Pool - Schenna: Wassergenuss an Südtirols Sonnenplatz

Schennas Lebensadern

Waale heißen die kün­stlich angelegten Wasser­läufe, die das Mer­an­er Land wie Leben­sadern durchziehen. Schon jahrhun­derte­lang sor­gen sie in Südtirol für frucht­bare Wiesen und Felder. Ähn­liche Nieder­schlags­men­gen wie auf Sizilien zwan­gen die Land­wirte einst, das aus­gek­lügelte Bewässerungsnetz zu konzip­ieren. Als nie ver­siegende Quelle dien­ten die umliegen­den Gletsch­er. In Schen­na gibt‘s mit dem Mais­er und dem Schen­ner Waal gle­ich zwei der Kul­tur­denkmäler, die noch heute aktiv genutzt werden.Um deren Funk­tion­stüchtigkeit küm­mert sich der Waaler. Für seine wertvolle Arbeit legte man die par­al­lel ver­laufend­en Pfade an. Auf den vor­wiegend flachen Waal­we­gen fol­gen Wan­der­er dem wertvollen Gut und ler­nen dank infor­ma­tiv­er Schautafeln jede Menge über die lokale Apfel­wirtschaft. Seit die örtlichen Bauern 2010 gemein­schaftlich auf Tröpfchen-Bewässerung umgestellt haben, ver­ant­wortet Hans Gögele die Instand­hal­tung der his­torischen Kanäle und gerechte Wasserverteilung in Schen­na: Das Sys­tem beste­ht aus ein­er hochkom­plex­en Schlauchkon­struk­tion, die das Wass­er aus dem Waal leit­et und jeden einzel­nen Apfel­baum direkt an der Wurzel mit ein­er bes­timmten Menge ver­sorgt. Das Resul­tat ist eine Erspar­nis von über 50 Prozent gegenüber der vorheri­gen Bereg­nung­stech­nik. Mit­tels der so frei gewor­de­nen Wasserka­paz­itäten erzeu­gen gle­ich zwei Südtirol­er Kraftwerke Ökostrom.

Unterwegs mit der Wasser-Botschafterin

Wer mag, lässt sich von Roswitha Schwien­bach­er Kröll ent­lang des Schen­ner Waals begleit­en. Die Wan­der­führerin lädt unter­wegs mit Med­i­ta­tion und Kräuterkunde nicht nur zum Natur­genuss für alle Sinne ein. Sie ver­mit­telt auf der rund zweistündi­gen Tour oben­drein his­torische und aktuelle Hin­ter­gründe über die für Südtirol so typ­is­chen Kanäle. Eine erfrischende Sta­tion ist der neue, direkt am Weges­rand gele­gene Kneipp-Par­cours, bei dem die Teil­nehmer die pos­i­tive Wirkung des kalten, klaren Wassers haut­nah erleben. Dabei hält die Kneipp-Exper­tin ein Füll­horn an Wis­sen über das wertvolle Gut bere­it. Anmel­dung beim Touris­musvere­in Schenna.

3941 Schenna Waalweg 1024x683 - Schenna: Wassergenuss an Südtirols Sonnenplatz    3940 Schenna Kneippen 1024x683 - Schenna: Wassergenuss an Südtirols Sonnenplatz

Über Schenna

Auf der son­ni­gen Süd­seite ober­halb der Kurstadt Mer­an gele­gen, zählt Schen­na zu Südtirols aus­sicht­sre­ich­sten Büh­nen mit Panoram­ablick­en über das gesamte Mit­tlere Etschtal. Die Gemeinde mit ihren sechs Ort­steilen erstreckt sich von 400 bis 2.781 Meter. Sie erlaubt damit Wan­der­touren von mediter­ra­nen Tiefla­gen bis in alpine Höhen – auf über 200 Kilo­me­tern markierten Wegen. Das Beherber­gungs-Ange­bot zeich­net sich durch seine hohe Ser­vice­qual­ität aus und umfasst lux­u­riöse Well­ness-Hotels eben­so wie stil­volle Bauern­höfe. Schen­na ste­ht für Natur­genuss, Aktiv­sein und echte Südtirol­er Gastfreundschaft.
Touris­musvere­in Schen­na    Erzher­zog Johann Platz 1/D    I‑39017 Schen­na, Südtirol/Italien, Fon + 39 0473 945669    info@schenna.com    www.schenna.com

Fotos: Titel­bild, Waal­weg und Wassertreten © Touris­musvere­in Schenna/Klaus Peter­lin; Infin­i­ty-Pool © Touris­musvere­in Schenna/Hannes Niederkofler